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St. Michaels Kapelle |
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An der Stelle wo heute die Godesburg steht, war in altgermanischer Zeit eine dem Wodan geweihte Opferstätte. Mit der Einführung des Christentum wurde aus dieser heidnischen Opfer eine dem hl. Erzengel Michael geweihte Kapelle. Um nun auf der Spitze des Berges die Burg bauen zu können, wurde 1210 die heilige Stätte des St. Michael abgetragen und außerhalb der damaligen Burganlage neu errichtet.
Sie ist erst durch Erzbischof Walram von Jülich
(1332-1349) in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts durch den Bau der Vorburg
in diesen Schutzbereich gekommen. Auch dieser Bau ist nicht erhalten.
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Zeichnung: Heinz Fischer Farben der Mauern:
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Dennoch wurde
die Kapelle unter Verwendung einiger Mauerreste an alter Stelle, vermutlich
größer, erst 1660 wiederaufgebaut und für Gottesdienste hergerichtet. Der Rüngsdorfer Geistliche Wilhelm Birckmann ließ sie 1660 unter finanzieller Mithilfe der Godesberger Einwohner wieder herrichten. Links neben der Kapelle befindet sich die Sakristei. Sie wurde zwischen Kapelle und der Vorburgmauer eingefügt. Danach nahm sich im Jahre 1696 Kurfürst Josef Clemens
von Wittelsbach,
ein kunst- und prachtliebender Fürst, sich der Kapelle auf dem Godesberg an
stellte sie in ihrer heutigen Beschaffenheit
her. Die feierliche Einweihung der Kapelle fand 1699 statt.
Mit der Loslösung
Godesbergs von der jahrhundertealten Zugehörigkeit zur Pfarrei Rüngsdorf im
Jahr 1804 wurde die Michaels Kapelle zur Pfarrkirche des Ortes Godesberg. Zu
dieser Zeit erhielt die Kapelle ein Taufbecken und eine Orgel. |
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Beschreibendes: Treten wir
durch das Portal ein so erblicken wir die Stuckaturen und die
Freskenmalereien.
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Den Abschluss des Hauptaltares nach oben bildet ein
Strahlenkranz zwischen zwei Engelsfiguren mit einer weiteren Michaelsstatue.
In den heute leeren Nischen des Tabernakels standen St. Josef und St.
Clemens als Namenpatrone des Kurfürsten, der diesen Altar aufstellen ließ.
An der Decke befinden sich Medaillons mit 4 weiblichen
Gestalten als Vertreter der 4 Haupttugenden, Beharrlichkeit, Gottesfurcht,
Stärke und Kraft, Treue. Jeder Ritter der Bruderschaft sollte sich diese
Tugenden vor Augen halten. |
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![]() Verkündigung
Mariens, auf dem linken Seitenaltar. |
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Reise des
Tobias, auf dem rechten Seitenaltar. |
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![]() Ausschnitt oben linker Altar |
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Der Übergang von den Seitenaltären zur
Decke führt zu dem Wappen des Kurfürsten Josef Clemens. Einen größeren
Gemäldezyklus enthalt das mit Stuckaturen reich verzierte Tonnengewölbe des
Kirchenschiff. |
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![]() Krönung Marias durch die Engel |
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Der Kerzenleuchter in seiner barocken Form stammt vielleicht aus der Erbauungszeit der Kapelle. |
Die Apostelkreuze haben an den vier Balkenendungen im Sinne der Michaelsbruderschaft die vier Buchstaben FFPP (Fidelitas=Treue, Fortitudo= Standhaftigkeit, Pietas= Frömmigkeit und Perseverantia=Beharrlichkeit) |
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Neben der Michaels Kapelle befindet sich die
"Eremitage St. Michael" (siehe auch Plan am Anfang). Das kleine Haus mit Vorgarten
zwischen Kapelle und Vorburgmauer mit einem Innenhof diente Eremiten, die
nach der Regel heiligen Antonius hier lebten, als Wohnung. Die Eremitage
wurde von Kurfürst Josef-Clemens 1697 zur Betreuung der Kapelle eingerichtet
und bestand bis 1800. Seitdem vergibt die Pfarrgemeinde die Wohnung und
verpflichtet den Inhaber zur Pflege der Kapelle. |
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In den Jahren 1894-96 und 1955 wurde die Kapelle renoviert
und bildet mit dem barocken Innenraum einen
Ein Förderverein wurde im Dezember 2009 gegründet um die Erhaltung der
Kapelle zu sichern. Die Kapelle ist mit ihrer herrlichen barocken
Innenausstattung das heute im Rheinland einzig verbliebene Bauwerk
dieser Zeit.
Als Erstes wurde nun das Fundament gesichert.
Stand am 10.2.2010 und 14.3.2010 |
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Fotos: Walter Voigt |
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© 2010 |
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