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Impressum: Walter Voigt 53173 Bonn, Bürgerstrasse 8 Tel.: 0228-352020 |
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mit dem Blick auf den
Rosengarten und die Bundesministerien in Richtung Kennedyallee. |
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Hier gelangen wir nun in die ehemalige Amerikanische Siedlung (Wohnungen der ehemaligen Amerikanischen Botschaft). In der früheren Plittersdorfer Aue nördlich des Ortskerns von Plittersdorf wurde 1951 auf rund 43 Hektar diese Wohnsiedlung mit 458 Wohneinheiten sowie Geschäften, Kino, Hallenschwimmbad , Schule, Sportplatz und Werkstätten errichtet. Im Volksmund wurde diese Siedlung auch "Klein-Amerika" genannt.
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Die im amerikanischen Kolonialstil erbaute, am 18.7.1952 eingeweihte "Stimson Memoriel Chapel" wurde von US-Präsident Bill Clinton am 20.6.1999 bei seinem Deutschlandbesuch der Stadt Bonn geschenkt. |
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![]() Vorbei an den neuen Bauten an der Kennedyallee kommen wir zum Kennedydenkmal. |
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Wenn wir uns dann umdrehen steht das Hochkreuz vor uns. |
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![]() Das Hochkreuz früher,
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Über 600 Jahre stand das Hochkreuz (wie oben auf der alten Ansicht) an der Landstrasse zwischen Bonn und Godesberg. Die Zeit hinterließ ihre Spuren an dem Denkmal aus dem 14. Jahrhundert. Die erste Renovierung erfolgte 1855/56. Die Verbreiterung der Straßen erforderte 1957 eine Versetzung um 50 m Richtung Süden. Zur Sicherung wurde das alte Original 1979 erneut abgebaut, restauriert und dann im Skulpturenhof des Rhein. Landesmuseums in Bonn aufgestellt. An der heutigen U-Bahn-Haltestelle steht jetzt eine maßstabsgetreue Kopie des Denkmals. |
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| Vom Hochkreuz gehen wir westwärts über die Hochkreuzallee nach Friesdorf. |
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Der Klufterhof in Friesdorf.
Bereits in der karolingischen Zeit befand sich an dieser
Stelle ein Weingut, das am Ende des 9. Jahrhunderts an das Stift Gandersheim kam.
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| Am Ende der Annaberger
Strasse
gelangen wir zu dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden "Turmhaus", eines der
ältesten erhaltenen Wohnhäuser des Rheinlandes, ein mächtiger viereckiger Bau.
Fundament und Sockel sind aus Basalt, ansonsten Bruchstein. Hier hatten die Ritter von Friesdorf bis zum 14. Jahrhundert ihren Sitz. Ab 1387 wurde die Abtei in Siegburg Eigentümer. Ab dem 17. Jahrhundert war dem Lehnsherrn Sitz und Stimme im damaligen Landtag verbürgt. Im 19. Jahrhundert war das Haus in einen so schlechten Zustand geraten, dass dem damaligen Eigentümer Freiherr von Boeselager ein Abriss angeraten wurde. Zum Glück wurde es instandgesetzt. Bis 1888 stand neben dem Turmhaus die alte Dorfkirche mit einem Turm aus dem 12. Jahrhundert. Bei einen schweren Angriff am 21.12.1944 wurde das Turmhaus durch Fliegerbomben stark beschädigt. Beim Wiederaufbau wurde die Dachform geändert. |
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Auf der Mauerseite zur Annaberger Strasse befindet sich der Pavillon des Hauses und hat ein schön gewalmtes Dach. Die Nachfahren von Köhler bewohnen noch heute das Haus. |
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Auf der anderen Seite befindet sich das
Fachwerkhaus "Im Bachele 3" neben dem Leyenhof (Bio-Landwirtschaft). Es war bis 1891 Wohnsitz des Friesdorfer Pastors und wird schon 1557 erwähnt und wird 2010 renoviert.
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Von Friesdorf aus steigen wir nun durch das Annabergertal hinauf zum Kottenforst, einem ausgedehnten Waldgebiet und kommen später am Waldkrankenhaus vorbei
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und gelangen dann zum Ortsteil Schweinheim. |
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Auf halber Höhe hinter
der Godesburg liegt der Ortsteil Schweinheim, bis in die Neuzeit ein kleines
Weinbauerndorf. Es war kirchlich und wirtschaftlich immer mit Godesberg
verbunden. Die Kriegswirren des 17. Jahrhunderts suchten auch die Gegend um Godesberg heim. Furchtbare Pestepidemien forderten große Opfer. In Schweinheim stand nun eine kleine Kapelle, die dem hl. Sebastian, dem Schutzheiligen gegen die Pest, geweiht war. |
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Sie trug die
Inschrift: " Bis hier ging die Pest und nicht weiter". Als 1914 die neue Kapelle gebaut wurde, ergänzte man die Inschrift mit der Jahreszahl 1666. Von hier aus gingen bis zu den Kriegszeiten unter Napoleon I. jährlich Pilgerprozessionen zum Kloster Marienforst. |
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| Im Jahre 2005
stifteten die Schweinheimer Bürger diese Skulpturen. Sie sollen die an die frühere Landwirtschaft in diesem Ortsteil erinnern. |
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Wir gehen den Pilgerweg nach, kommen durch moderne Wohngebiete und den Stadtwald (Kottenforst) hinunter zum früheren Kloster Marienforst. Etwa eine halbe Stunde oberhalb der Stadtmitte am Godesbergerbach gelegen, wo dessen Tal sich weitet. |
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Am Gut Marienforst überqueren wir den Godesberger Bach (früher die Antriebskraft für die Wattendorfer- und die Brungsmühle) und gelangen über Felder und Waldgebiete zum Heiderhof, einer begehrten Wohnlage in Bad Godesberg. | ||||||
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Auf dem Weg zum höher gelegenen Heiderhof gibt es immer schöne Ausblicke auf Bad Godesberg |
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| Der jüngste Stadtteil
von Bad Godesberg entstand ab 1964 auf der Hochfläche des Lyngsberges. Den Namen
hat das Bauvorhaben des Bundes von einem alten Hof aus dem 17. Jahrhundert, der als "Hof auf
der Abtsheydte" später Heiderhof genannt wurde.
Foto: Plan der Stadt Bonn |
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Die bei der Neubebauung mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern noch
vorhandenen landwirtschaftlich genutzten Hofgebäude waren um 1900 errichtet
worden. |
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| Vom Heiderhof gehen wir nun hinunter nach Muffendorf und kommen am Hotel-Restaurant Cäcilienhöhe vorbei und haben von der Terrasse eine schönen Ausblick auf das Siebengebirge. | |||||||
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| Frühere
landwirtschaftliche Anwesen, je nach Größe als drei- oder vierflügelige Höfe
angelegt, gelten als "fränkische" Gehöfte.
Rechts oben sehen sie den "Siegburger Hof ", eine gut
restaurierte Vierflügelanlage aus dem 17. Jahrhundert mit einem schönen
Innenhof. |
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Auf einer kleinen Anhöhe
steht die ehemalige Pfarrkirche St. Martin, die 913 erstmals erwähnt wurde, aber
noch älter sein dürfte. Die derzeitigen Bauten wurden im 12. Jahrhundert
errichtet. In das 17. Jahrhundert fallen die barocke Umgestaltung der Kirche. Nach mehreren Renovierungen zeigt die Kirche wieder den ursprünglichen romanischen Zustand. Um die Kirche ist der Friedhof mit bedeutenden Grabsteinen des 17. und 18. Jahrhunderts. |
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Etwas unterhalb der alten steht die neue, 1894/95 erbaute neugotische Pfarrkirche St. Martin. |
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Weiter unterhalb der
Pfarrkirche liegt die Kommende. Das Gelände gehörte der Benediktinerabtei Siegburg, die es an den Deutschen Ritterorden 1254 als Lehen übertrug. Nach Zeiten des Niederganges gab es für die Muffendorfer Kommende im 18. Jahrhundert noch einmal einen Aufschwung. Dieser führte um 1725 zum Neubau der gesamten Anlage. Nach der Säkularisierung gelangte die Kommende in Privatbesitz. |
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Im 19. Jahrhundert wurde sie zunächst zu einem Neo-Renaissance Schlößchen, gegen Ende des Jahrhunderts dann barock umgestaltet. Seit 1952 war die Kommende im Besitz des Königsreiches Belgien und diente dem Botschafter bis zum Umzug nach Berlin als Residenz. Inzwischen wurde die Kommende zu Luxuswohnungen umgestaltet.. |
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Die Wohnungen in der Hanglage des Lyngsberges bieten einen schönen Ausblick auf das gesamte Siebengebirge. | ||||||
| Wir verlassen nun Muffendorf und gehen südlich nach Lannesdorf Am Fuß des Lyngsberges zwischen Lannesdorf und Muffendorf wurden 1986 einige merowingisch-fränkische Gräber mit wertvollen Beigaben ausgegraben.
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Lannesdorf verdankt
seine erste Erwähnung als Ort "Landulphesthorp" einem Bericht über einen
Normannensturm im Jahr 892. Lannesdorf hat noch schöne Fachwerkhäuser und war lange Zeit von der Steinbruchindustrie geprägt. Am Lyngsberg konnte Basalt abgebaut werden, auf der Höhe Quarzit und Ton. Diese Materialien wurden früher mit einer Pferdebahn zum Rhein zur Verschiffung gebracht oder im Ort zu feuerfestem Material weiterverarbeitet. |
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Lannesdorf galt wegen
der vielen Holwege vom Lyngsberg hinab immer als weitläufiger Ort. Die Einwohner
lebten von Landwirtschaft und Weinbau. Im 19. Jahrhundert erlangten Industrie
und Bergbau große Bedeutung und der Ort, welcher kirchlich und schulisch lange
zu Mehlem gehörte, wuchs sehr schnell.
Unser Weg führt und nun zur Herman-Löns-Strasse,
wo wir auf das "Pümpchen" stoßen. Es ist aber keine Pumpe, sondern das
Brauchwasser kommt aus einer Quelle am Hang zum Heiderhof. Die jetzige Form erhielt das Pümpchen im Jahre 1977.
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Am Ende der Lyngsbergstrasse gelangen zur Pfarrkirche Herz-Jesu. | ||||||
| Diese Kirche wurde 1977
anstelle der 1880 fertig gestellten Kirche errichtet. Bedingt durch die
Bodenbeschaffenheit hatten sich in der alten Kirche schwere Bauschäden ergeben.
Den Altar der Kirche überragt eine neuromanische Kreuzigungsgruppe von 1893,
welche für das Bonner Münster geschaffen wurde. Bei einer "Verschönerung" des Münsters konnte das Kunstwerk von der Pfarrgemeinde preiswert erworben werden und in der Lannesdorfer Pfarrkirche aufgestellt werden. |
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| Von Herz Jesu aus gehen wir nun das verwinkelte Netz der Gassen und Sträßchen an vielen schönen Fachwerkhäusern vorbei. An einigen Stellen ist noch der Verlauf der Grubenbahnen zu erkennen, obwohl in den letzten Jahrzehnten die Trasse fast überall überbaut wurde. Von den drei Bergbau-Kleinbahnen führte die längste bis zum Rhein, wo die "Vygens Bahn" am Mehlemer Rheinufer an der "Vygens Werft" in Höhe des jetzigen Weinhäuschens endete. |
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| Wir gehen nun nochmals weiter südlich nach Mehlem. | |||||||
| Mehlem wird bereits in der frühen
Frankenzeit als der südlichste Ort des karolingischen Bonngaus genannt. In der
Kurkölnischen Zeit bildete es zusammen mit Godesberg das Amt Godesberg und
Mehlen mit dem Verwaltungssitz auf der Godesburg. In der "Franzosenzeit" 1794
bis 1814 bildeten einige Dörfer des ehemaligen Amtes die "Marie Godesberg"
Mehlem gehörte dazu. 1935 wurde Mehlem nach Bad Godesberg eingemeindet. Die Ortsmitte von Mehlem im früheren Unterdorf wird von der Kirche St. Severin markiert, einem eigenwilligen 1861 - 1863 errichteten Bauwerk. Der mächtige Turm stammt noch von einem Vorgängerbau aus dem Jahre 1635. Diese Kirche brannte 1860 völlig ab, nur der Turm konnte in den Neubau einbezogen werden. In jüngster Zeit wurde die Kirche mehrfach umgebaut und renoviert.
Dieses Gedenkkreuz wurde für Johann. Joseph Dominicus Bodenstaff errichtet. Er war Gutsbesitzer in Mehlen und Wohltäter der katholischen Pfarrkirche. Am 15. März 1742 in Köln geboren und am 4. November in Mehlem gestorben. Sein Sohn Johann Andreas Bodenstaff schenkte um 1830 Land für den neuen Friedhof, damals noch außerhalb des Dorfes gelegen.
Die sich an der Kirche treffenden Strassen wurden bereits in der Römerzeit angelegt. Die Römer haben vermutlich an dieser Stelle einen Weihestein oder ein Tempelchen errichtet. An solchen Orten wurden bei Einführung des Christentums Kirchen oder Kapellen errichtet. |
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Gegenüber der Kirche
finden wir in der Mainzer Strasse /Ecke Kollgasse ein Haus dem Jahre 1721.In diesem Haus wohnte Johannes Koll. Er war Mitglied im Mehlemer Gemeinderat und wurde nach dem Einmarsch der Franzosen im Oktober 1794 von der Militärverwaltung als Gerichtsagent eingesetzt. |
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An der Einmündung der Ackerstrasse steht ein Wegekreuz aus dem Jahre 1712 für eine Bonner Familie. Warum sie als Bonner in Mehlem ein Kreuz aufstellten ist nicht bekannt.
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Auf der anderen Straßenseite befand sich früher ein Hotel,
die "Villa Friede. In der Villa Friede lebte einige Monate vor Ihrem Tod 1929
eine Schwester des letzten deutschen Kaiser. Die Prinzessin Viktoria von
Preußen. Nach einer wechselvollen Geschichte hat der jetzige Besitzer das Haus
gut restauriert. |
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(Spatzenbrunnen folgt)
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| Wir gehen nun zum Rheinufer. | |||||||
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An der Fährstrasse, eine
der wenigen Gassen des alten Mehlem die an den Rhein führten, gelangen wir zur
ehemaligen Fähranlegestelle (nach Königswinter). Hier war auch eine
Treidelstation zum Wechseln der Pferde. Dort begann der Abschnitt bis Kripp an
der Ahrmündung. Die alte Treidelstation wurde zu einer beliebten Gaststätte am Rhein. Über die Jahrhunderte wechselte das Haus oft seinen Namen. Der heutige Name könnte an die Zeit erinnern, in der Mehlem ein wohlhabender Weinort war.
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Auf der anderen Seite der Fährstrasse steht das stattliche
Haus Steineck, eine frühere Sommervilla der Familie Stein aus Köln. Nach
verschiedenen Besitzern war es zuletzt als Gästehaus des Königreich
Saudi-Arabien. Ehemals stand an dieser Stelle das Gebäude des Mehlemer Gerichts. Es ist vielleicht der Grundstein der in der Mauer zum Rhein hin sichtbar ist. Es brannte 1583 ab. Der Neubau erfolgte 1590. In der Franzosenzeit wurde das Gericht aufgehoben. |
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| Auf dem Gelände vom Weinhäuschen
rheinaufwärts
ist noch die frühere Verladefläche der "Vygens Bahn" erkennbar. Gegenüber zeigt sich Königswinter mit dem Petersberg im Siebengebirge. |
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| Ab 1890 wurden die Rheinwiesen aufgeschüttet um das gewonnene Gelände zu bebauen. Die stattlichen Häuser zwischen dem Ortskern und der Rheinpromenade konnten nun errichtet werden. So kommen wir weiter rheinaufwärts zu einem Neubau im Bauhausstil. Hochwassersicher durch seine Mauern. | |||||||
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Gegenüber steht dieses klassizistische Haus aus der Zeit um 1830.Ursprünglich stand es auf der anderen Rheinseite in Königswinter. In den 1930er Jahren sollte es einer Erweiterung eines Ferienheimes weichen. Der Einspruch des Landeskonservators rette es. Stein auf Stein wurde es über den Rhein transportiert und hier neu errichtet. |
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| Nach wenigen Schritten rheinaufwärts kommen wir nun zum Drachensteinpark. 1920 wurde dieses Gelände von Dr. Viktor Schnitzler der Gemeinde Mehlem überlassen. Seine Villa an der Mainzer Strasse bildet den Abschluss des Parks. Diese imposante Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts war zunächst Sommerhaus, dann Altersruhesitz. Hinter dem Haus war ein weiteres Parkgelände mit einem Teich und Wirtschaftgebäuden. |
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| Bei einem von Michael Geyer vom Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg durchgeführten Spaziergang am 4. August 2010 wurde auch der Drachensteinpark besucht. Hier mit dem Blick zurück auf den Drachenfels. |
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Im Schützengraben, westlich der Villa Schnitzler ( heute Eigentumswohnungen), sehen wir noch 2 alte Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert.
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Nun gehen wir zurück zur Ortsmitte. |
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![]() Bis 1817 lief der Mehlemer Bach offen über die Hauptstrasse an der "Alten Schmiede" (Bild: Friedrich Böcker, 1908) vorbei Richtung Rhein. Die Preußen sorgen für eine Brücke und befestigten die Strasse. Im 19. Jahrhundert musste der Bach nun wegen erheblich gestiegener Bevölkerung alle Abwässer aufnehmen. 1904 wurde der Bach bis zur Mündung kanalisiert und das alte Bachbett zugeschüttet. |
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Nach einem Unwetter am Oberlauf des Mehlemer
Baches am 3.7.2010 wurde Mehlem
durch die Wassermassen überschwemmt. Viele Geschäfte und Keller wurden
überschwemmt. Der Sachschaden ist enorm. In der Bildmitte erkennt man die
Wassermassen die nicht mehr in den Bachkanal passen, die Mainzer Strasse überspülen und sich in die umliegenden Strassen und Häuser ergießen. Das Wasser suchte sich
seinen früheren Weg durch Häuser und Gärten in Richtung Rhein. |
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Die Kräfte des Wassers waren so groß, das es am
Ende seines Kanals zu einer Unterspülung und Abbruch der Uferbefestigung führte. Die Rheinpromenade wurde zerstört. |
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| Am 5. August 1931 wurde Mehlem schon einmal von einer schwereren Unwetterkatastrophe heimgesucht. Über 100 Personen wurden damals obdachlos. Auch wurde der Mündungsbereich total zerstört. Auch aus früheren Jahrhunderten wird von Überschwemmungen durch den Bach berichtet. |
Bilder von 1931, mehr>> |
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| Nun gehen wir unter der Eisenbahn und Bundestrasse 9 entlang des Mehlemer Baches Richtung Oberdorf. |
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Am westlichen Ende haben die Anwohner der Strasse
diese Figur des Brückenheiligen Johannes Nepomuk als Mahnung gegen Folter und
Gewalt aufgestellt. |
Gegenüber ist das
Gelände des früheren
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| Dieser Domhof gehörte zusammen mit der Wassermühle in der Zeit von 1605 bis 1811 dem Kölner Domkapitels. Er ist der einzige der historischen Gutshöfe von deren Bausubstanz einiges erhalten geblieben ist. |
Von 1957 erst Reiterhof, dann Spekulationsobjekt, nun als Wohnstift für betreutes Wohnen und Pflegestift in Betrieb. Der verbliebene Schornstein erinnert an die frühere Ziegelei auf den Gelände des Domhofes. |
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Wir wenden und südwärts und gehen über die nun enge
Domhofstrasse mit ihren kleinen Fachwerkhäusern zur Meckenheimer Strasse.
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Die Kapelle wurde 1681 vollendet. Vermutlich hat
dort schon viele Jahrhunderte vorher ein Gotteshaus befunden. Bei Ausgrabungen
hat man Spuren eines alten Friedhofs gefunden. Die von den Nachbarn gepflegte Kapelle ist fast immer geöffnet und birgt eine wertvolle Ausstattung. Neben Skulpturen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert fällt der barocke Altar mit seiner Pieta auf. Die Kapelle ist den Sieben Schmerzen Mariens geweiht. Die Kapelle ist eines der wenigen siebeneckigen Gebäude die es gibt. Der Rentabelaltar wurde von Johannes Lacroix (französischer Soldat) und seiner Frau Elisabeth Kopmann aus Mehlem 1683 gestiftet. In der großen Nische eine Barock Pietá aus dem 17. Jahrhundert. Darüber in einer Attika das Herz der Mariä von den "Sieben Schmerzen" in Form des Zifferblattes einer Uhr. Text zur Kapelle: Alois Weißgerber |
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Die Kapelle ist Ausgangspunkt der Oberdorfer Kirmes und auch Treffpunkt für die jährliche Wallfahrt der St. Matthias-Bruderschaft zum Grab des Apostels in Trier |
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Mit einem Blick zur Kapelle gehen wir westwärts Richtung
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Der rätselhafte Stein mit der kleinen Nische links neben
dem heutigen Eingang ist vielleicht |
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Vorbei an den Häusern an der Bachemer Strasse kommen wir nun zur ehemaligen Schützenplatz. Eine Rasenfläche mit Brunnen am Ufer des Mehlemer Baches |
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Wir gehen nun weiter an den letzten Häusern des Oberdorfes
vorbei und kommen zum "Rude Krützche". Es erinnert an den Mord an dem
französischen Hauptmann de Brezé im Jahre 1688. In der Nähe des Kreuzes war früher die Nesselburg, von der keine Spuren mehr vorhanden sind. Sie war ein adeliges Herrenhaus und stellte im 13. Jahrhundert einen Kölner Kurfürsten. Nach ihm ist im Oberdorf eine Strasse benannt, die von Müllenark Strasse.
Hier geht es demnächst weiter zum Rodderberg. |
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| Wir gehen nun vorerst zurück zum Rhein. | |||||||
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| Am Rhein vor dem Siebengebirge endet der Rundgang durch Bad Godesberg und seine Stadtbezirke. | |||||||
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Quellenverzeichnis,
mehr>> Alle Fotos, wenn nichts Anderes angeben © Walter Voigt |
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