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             Bad Godesberg zu Fuß entdecken.... 
         Rundgang Teil 2: Redoute, Rathaus, Stadtpark und Stadtmitte.
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Die Redoute, wurde zwischen 1790 - 1792 auf Veranlassung von Erzbischof und Kurfürst Max Franz erbaut. Sie diente den höfischen Badegästen als Gesellschaftshaus, in dem neben den wöchentlichen Bällen auch Glücksspiele veranstaltet wurden. 

1920 wurde die Redoute und der 25 Morgen große Redoutenpark von seinem Besitzer Professor Hermann Wendelstadt nach 60 Jahren Eigentum an die Gemeinde Bad Godesberg verkauft.
 

Weiterführender Text zur Redoute, mehr>>



Blick vom Redoutenpark auf die Rückseite der Redoute

Das heute eine Gaststätte beherbergende sogenannte "Redüttchen" diente nach dem Bau der Redoute als Gärtnerhaus für die angrenzenden Parkanlagen und wurde später als Kurapotheke genutzt.

 

 


 

So kann man sich das kurfürstliche Leben vor der Redoute vorstellen.
Links neben der Redoute das Theater und daran anschließend die verschiedenen Gästehäuser, die heute das Rathaus beherbergen.
Vor der Redoute Felder.
 

Kolorierter Kupferstich von J.Ziegler
nach L. Janscha von 1792

 

2006 wurde der Beethoven Rundgang, der zu den Spuren Ludwig van Beethovens führt, eröffnet. Der junge Beethoven hat in der Godesberger Redoute einst vor Joseph Haydn musiziert. So wurde vor dem Gebäude  am Samstag, den 10. Juni 2006 von der Godesberger Bezirksvorsteherin, Frau Schwolen-Flümann und den "Bürgern für Beethoven" die von der Glasfachschule Rheinbach gefertigte Tafel feierlich enthüllt.

 

Etwas versteckt am Eingang zum Redoutenpark steht diese von Franz Rotter in den 1960er Jahren geschaffene Natursteinsäule mit den markigen Kopf von Ludwig van Beethoven und soll an die Begegnungen mit Haydn erinnern

 

 

Wir gelangen am Entenweiher zu einer schönen Aussicht auf das gegenüberliegende Siebengebirge( Foto links).




Wir gehen nun weiter durch den Redoutenpark.

Der im englischen Gartenstil mit Rasenflächen und
 einzelnen Baumgruppen gestaltete Park wurde mit seltenen Exemplaren bepflanzt, die heute den wertvollen Bestandteil
des Parks bilden.

 



 

Am Ende des Redoutenparks wenden wir uns bergab und kommen zum ehemaligen Schloss Rigal und der Rigal´sche Kapelle. 1849 von Ludwig Maximilian Freiherr von Rigal-Grunland als Sommersitz erbaut.
Zwischenzeitlich verfallen und 1982 bis 1983 als Botschaft der Volksrepublik China neu aufgebaut. Was aus den Gebäuden nun wird ist noch offen.

Die auf dem Nebengrundstück stehende Rigal´sche Kapelle wurde aus Dankbarkeit für die Aufnahme der Familie Rigal in Preußen nach der Hugenottenvertreibung 1856/57 gebaut und dient heute noch als evangelische Kirche.

Wir gehen nun zurück in Richtung Godesburg und Kurfürstenallee und kommen entlang der Fassadenreihe an der Musikschule vorbei.

 

Hier steht eine Bronzegruppe mit Musikinstrumenten.

 

Wir kommen nun zum Rathaus.

Das Godesberger Rathaus (Bezirksverwaltung) mit seiner klassizistischen Fassade besteht aus sechs aneinander gebauten Häusern, die 1792-1793 auf Veranlassung von Kurfürst Max Franz errichtet wurden. 
Sie dienten als Logierhäuser für die damaligen Badegäste.1815 wurde ein Teil der Häuser zum Hotel Blinzler.
Und 1860 wurden die drei rechten Häuser zur "Kaltwasserheilanstalt" vereinigt. 

Nach dem Ende des Badebetriebes folgte 1936 der Einzug der Verwaltung der 1935 zur Stadt erhobenen Gemeinde Bad Godesberg.

Gedenktafel für Ferdinand Ries
Am Bad Godesberger Rathaus wurde am 28.11.2009  die von Mitgliedern der Ferdinand Ries Gesellschaft gestiftete Gedenktafel durch die Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann enthüllt.
Ferdinand Ries war nach Ludwig von Beethoven der bedeutendste Komponist in Bonn, mehr>>



Vor dem Rathaus
steht auch die hethitische Sonnenscheibe als Geschenk der türkischen Partnerstadt Yalova zur 2000 Jahrfeier der Stadt Bonn im Jahre 1989.  

 

Über  eine Brücke gelangen wir zum "Kleinen Theater".
Eine bekannte Spielstätte im Rheinland.


 

 

 

 

 

 


Frühling im Stadtpark


Neben dem Kleinen Theater finden wir den Tennisklub mit seiner Winterhalle und ein Glockenspiel.

 



Wir gehen nun weiter zur Kurfürstenquelle.
Hier wird, wird das Wasser der Kurfürstenquelle ausgeschenkt
Täglich vom 1.Mai bis 30.September.

 



 

 

Neben Tennisanlagen und dem Kleinen Theater befindet sich im Stadtpark  die Stadthalle.

 


 

1955 eingeweiht, feierte sie 2005 das 50-jährige Bestehen.


Seit dem 13. März 2010 erinnert in der Halle eine Tafel an den Parteitag der SPD im Jahr 1959. Das beschlossene Programm ging als das "Godesberger Programm" in die Geschichte ein

Im Innenhof der Stadthalle finden wir diese Papstskulptur.

Die älteste Wettersäule Deutschlands stammt aus dem Jahr 1876 und steht heute an der Stadthalle. 1876 ergriff der damalige "Verschönerungsverein" Vorgänger des heutigen Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte die Initiative. Ergebnis war der Obelisk aus Sandstein auf einem viereckigem Podest. Der erste Standort war an der der Redoute. 1904 wurde die Wettersäule an den Mineralbrunnen in Brunnenallee versetzt. Als 1955 die neue Stadthalle gebaut wurde gelangte sie an den heutigen Platz

Husarenstein gerettet
Am Mittwoch, den 12. Mai 2010  hat die Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann mit der Stifterin Marlies Müller am Stadtparkweiher einen Gedenkstein der Bonner Königshusaren der Öffentlichkeit zurückgeben.


 

Weitere Informationen, mehr>>

 Wir gehen nun westwärts durch den Park zurück zum Rathaus zurück.

Am Rathaus angelangt, gehen wir nun weiter in Richtung Redoute (Vorderseite) und kommen zum "Haus an der Redoute". Es entstand zur gleichen Zeit (1790) wie die Redoute und diente bis 1860 als Kurfürstliches Theater.  1860 wurde es zum Privatbesitz der Wuppertaler Familie von August von der Heydt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es  städtisches Eigentum.

Nach einer aufwendigen Renovierung im Jahre 2000 dient es heute als Ausstellungshaus.

Eine der vielen Ausstellungen war im August 2006
"Frauen aus Godesien" mit Szenen von Marianne Pitzen

Auf dem Weg vom Haus an der Redoute zur Vorderseite der Redoute kommen wir an einer Plastik von Neumann Torborg aus dem Jahre 1909 "Faun und Nymphe" vorbei.

Die Vorderseite der Redoute präsentiert
sich nun gegenüber dem Park als Bilderbuchansicht.


Blick von der Redoute aus in den Stadtpark

 

 

Wir gehen nun von der Redoute in Richtung Godesburg und gelangen an den schönen Häusern vorbei zum Anfang der Fußgängerzone. 

Auf der rechten Seite sehen wir das Bühnenhaus der Kammerspiele. Seit 1986 Schauspielhaus der Stadt Bonn.

 

Gleicher Blick auf einer Aufnahme vor dem Bau des Altstadtcenters, der Fußgängerzone und dem Ausbau der Kammerspiele.



Ein Blick zurück in den Park zeigt die 2005 errichtete Basalt-Bildsäule des Heimatverein mit den historischen Abbildungen der einzelnen Ortsteile.


 

Am Rosenrondell im Park finden wir den "Wasserschöpfenden Knaben" gestaltetet von Naoum Aronson (1872- ca 1940) russischer Bildhauer, der in Paris lebte. Er war Schüler Rodins.. Die Plastik entstand 1908 nach einem Entwurf der Gebrüder Wendelstadt für die Weltausstellung in Paris. Die Erwerber schenkten die Skulptur der damaligen Stadt Bad Godesberg

 

Vorbei an der Probus-Säule (Erinnerung an den früheren Weinanbau und dem Römischen Kaiser Marcus Aurelius Probus (232-282).  Gestaltet 1892 von Neumann Torborg ) gelangen wir zur Vorderansicht der Kammerspiele. Die Schauspielabteilung der Oper Bonn. Nun sind wir auf dem Theaterplatz.

Weinanbau:
Laut Chronik erstreckte sich der Gemeindebesitz 1660 auf 701 Morgen bebautes Land, wovon 70 Morgen mit Wein bestellt waren. Wenn auch nach Beschreibungen " das Erzeugnis zu wünschen übrig ließ" erwarb sich der aus Burgunderreben gewonnene "Muffendorfer Rote" einen gewissen Ruf. Dieser Weinanbau florierte bis 1874. Als die Reblaus auftrat wurden die Weinstöcke durch sie vernichtet.

Durch die Zusammenlegung von Gärten entstand in den Jahren ab 1952 der Theaterplatz. Auf diesem Bild erkennt man auf der rechten Seite noch die Anbauten der Häuser an der Koblenzer Strasse.
Der Theaterplatz war lange Jahre der zentrale Umsteigeplatz für die Buslinien.
Dann wurde 1975 in Bad Godesberg die gesamte Innenstadt zur Fußgängerzone umgebaut.
Die Busse halten nun in der Koblenzer Strasse.


Viel Betrieb herrscht bei Veranstaltungen wie der
GODEMA (Frühjahrsmesse) in der Fußgängerzone

 

Über den Theaterplatz gelangen
wir zur Koblenzer Strasse.

An den Häusern finden wir schöne Fassaden aus den verschiedenen Epochen.


 

Hier in der Koblenzer Strasse gehen wir nach rechts  in die Bürgerstrasse mit ihren sehenswerten Jugendstilfassaden in Richtung Moltkeplatz und Kinopolis.

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2005 wurde der Moltkeplatz umgebaut.
Er zeigt in der Nacht die beste Wirkung.
 

 



Neben der Außengastronomie von BaGo
findet auf dem Moltkeplatz der Wochenmarkt statt.
 



Hier in der Bonner Strasse, wenige Schritte vom Moltkeplatzentfernt, erkennt man die Veränderungen in der Gebäudehöhe über die Jahrzehnte besonders gut.

 


 

Wir gehen um den Lindeblock herum und kommen zum
" Restaurant Zur Lindenwirtin Aennchen".

Der Gasthof zur Lindenwirtin (Aennchen) in seiner ursprünglichen Umgebung, um 1930.

 



Die Wirtin Aennchen Schumacher (1860-1935)
machte das Gasthaus zu einem beliebten Treffpunkt der Bonner Studenten. 
Heute findet man dort eine sehr gute Gastronomie vor.

 

 



















Hier, am Fuße der Godesburg, endet der 2.Teil des virtuellen Rundganges.

 

weiter zum Rundgang an den Rhein und in die Rheinaue.

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